Ich erhalte die bekannte steuerpflichtige Abgeordnetenentschädigung sowie die bekannte Kostenpauschale. Diese verwende ich vollständig für meine politische Arbeit, zur Finanzierung meiner Büros (Miete und Nebenkosten Wahlkreisbüros, Inventar, Büromaterial, Literatur, Medien, Porto etc.), der Fahrkosten von MitarbeiterInnen (zu Konferenzen, Tagungen, Weiterbildungen etc.) bzw. für arbeitsbedingte Mehraufwendungen, wie Zweitwohnung in Berlin.
Landesvorsitzender DIE LINKE. Brandenburg - Bezüge ruhen
Spenden und Beiträge monatlich (Stand 01.06.2010)
Hinzu kommen weitere unregelmäßige Spenden für soziale, kulturelle und antifaschistische Zwecke und friedensstiftende Einrichtungen. (u.a. LAUT gegen Nazis, Historischer Verein Frankfurt (Oder) e.V., Förderverein Burg Beeskow e.V.)
DIE LINKE hat bei den Wahlen 2009 ihre starke Stellung im Land Brandenburg behauptet. Schon zur Europawahl im Juni 2009 konnte sie ihren Spitzenplatz verteidigen und wurde mit 26% der Stimmen erneut stärkste Partei in Brandenburg. Mit 28,5% der Zweitstimmen erhielt DIE LINKE im September 2009 erstmals bei einer Bundestagswahl mehr Stimmen als die SPD und gewann zudem vier Direktmandate.
In Folge der am gleichen Tag stattgefundenen erfolgreichen Landtagswahl gelang es in konstruktiven Verhandlungen erstmals in Brandenburg in eine Landesregierung einzutreten. Der auch von mir mit ausgehandelte Koalitionsvertrag mit der SPD bildet die Grundlage für eine sozialere Politik in Brandenburg bis 2013.
Das große Vertrauen der Wählerinnen und Wähler ist mir Auftrag und Ansporn in meiner täglichen Arbeit. Richtschnur für mein politisches Handeln sind dabei folgende Ziele:

Wir wollen einen „Schutzschirm für Menschen“, für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, für Familien, Studierende, Rentnerinnen und Rentner, für kleine und mittlere Unternehmen und für die Sozialversicherungen. Wir streiten für die Wiedererhebung der Vermögenssteuer, die Einführung einer Finanztransaktionssteuer, eine gerechte Erbschaftssteuer sowie einen erhöhten Spitzensteuersatz. Die Lasten in der Gesellschaft müssen wieder gerechter verteilt werden. Zudem bedarf es endlich verbindlicher Schritte zur angemessenen Beteiligung von Banken und transnationalen Konzernen an der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise, insbesondere die Verursacher der Krise müssen zur finanziellen Verantwortung gezogen werden.
Die schnelle Einführung eines flächendeckenden gesetzlich garantierten Mindestlohns, nach französischem Vorbild, ist eine der dringendsten Aufgaben. Wir kämpfen für gleiche Löhne in Ost und West und gleiche Einkommen für Frauen und Männer. Wir wollen Erwerbslosen, insbesondere Langzeitarbeitslosen, berufliche Perspektiven schaffen. Unter dem Titel „Arbeit für Brandenburg“ errichten wir für diese Personengruppe einen Öffentlichen Beschäftigungssektor, der sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze schafft. Wir erarbeiten ein Landesvergabegesetz für Brandenburg, damit der Zuschlag bei öffentlichen Aufträgen an tarifliche und soziale Mindeststandards gebunden wird.
Wir wollen kleine und mittelständische Unternehmen stabilisieren und stark machen. Wir wollen jenen helfen, die Firmen gründen. Dabei geht es um Kredite und Fördermittel und um die Einleitung eines sozial-ökologischen Strukturwandels. Gerade in Brandenburg setzen wir auf Erneuerbare Energien und Renaturierung von Militärbrachen. Mit einem „Aktionsbündnis für Brandenburger Qualitätsprodukte“ wollen wir Berlin für Agrarprodukte aus der Region erschließen. Damit stärken wir auch die Binnennachfrage im Land und verringern unnötige Transportwege.
Es geht um ein sicheres Auskommen von Familien und Alleinstehenden, die von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Wir unterstützen die von Gewerkschaften und Sozialverbänden erhobene Forderung nach einer sofortigen Anhebung des Hartz-IV-Regelsatzes. Wir wollen eine armutsfeste Grundsicherung für Kinder einführen. An unserem Ziel einer solidarischen Bürgerversicherung für alle Menschen in Deutschland halten wir fest. Die Rente ab 67 gehört abgeschafft!
Wir ändern in Brandenburg die Rahmenbedingungen für die frühkindliche und die schulische Bildung. Dazu zählen die Verbesserung des Personalschlüssels in den Kindertagesstätten für die Null- bis Dreijährigen sowie für die Drei- bis Sechsjährigen, die Einstellung von ca. 400 Lehrkräften sowie die Einführung eines Schülerbafög. Damit konnten trotz angespannter Haushaltslage wichtige Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag zum Wohle unserer Kinder bereits im ersten Jahr der Legislatur umgesetzt werden. Auch in Zukunft wird es in Brandenburg keine Studiengebühren geben. DIE LINKE hält Wort!
20 Jahre nach der Herstellung der Deutschen Einheit gibt es noch keine gleichwertigen Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland. Ostdeutschland spaltet sich zunehmend in einige wenige Wachstumsregionen und ganze Landstriche, in denen sich soziale, wirtschaftliche und demografische Probleme rasant verschärfen. Der „Aufbau Ost“ wurde von den Bundesregierungen seit 1990 viel zu oft nur als ein „Nachbau West“ betrieben, ohne bereits vorhandene Potenziale zu nutzen. Die Schere zwischen Ost und West bei Arbeitslosigkeit, Wirtschaftskraft oder Einkommenslage klafft weiter auseinander. Die Arbeitslosigkeit in Ostdeutschland ist anhaltend fast flächendeckend doppelt so hoch wie in den westdeutschen Bundesländern. Konjunktur hat vor allem der Niedriglohnsektor.
DIE LINKE kämpft für die Einführung eines flächendeckenden gesetzlich garantierten Mindestlohnes, um Lohndumping endlich zu verhindern. Armut trotz Arbeit darf es nicht länger geben! Wir wollen die vorhandenen Fördermittel gezielter für die Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe einsetzen.
Energiepolitik ist ein zentraler Bestandteil zukunftsfähiger Wirtschafts- und Klimaschutzpolitik. Das Land Brandenburg ist bereits heute Vorreiter beim Einsatz Erneuerbarer Energien. In der Perspektive gilt es, neben der Steigerung der Energieeffizienz und Energieeinsparung, den Anteil Erneuerbarer Energien weiter auszubauen und ihnen einen Vorrang vor den herkömmlichen Formen der Energieerzeugung zu geben.
Allerdings wird dieser Umbau der Energieversorgung noch einige Jahrzehnte dauern und ist mit vielen Konflikten verbunden. Wir halten am bereits beschlossen Ausstieg aus der Atomenergie fest. Der Ausstieg aus der Braunkohleverstromung bis 2050 ist realistisch.
Wir wollen auf Bundesebene Volksinitiativen, -begehren und -entscheide durchsetzen und diese auf Landesebene erleichtern. Junge Menschen können und sollen früher mitentscheiden, indem sie zum Beispiel schon mit 16 Jahren wählen dürfen. Die Abschaffung der Residenzpflicht für Asylbewerber in Brandenburg ist für uns gelebte Toleranz und ein Schritt zu einer humaneren Gesellschaft.
Trotz verschiedener Erfolge gibt es immer noch zu viele rechtsextrem motivierte Gewaltstraftaten. Deshalb darf die Zivilgesellschaft in ihrer Kraft und ihrem Mut in der Bekämpfung des Rechtsextremismus nicht nachlassen. Die Weiterführung des Handlungskonzeptes „Tolerantes Brandenburg“ ist für uns daher von zentraler Bedeutung.
Zudem müssen Ursachen von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit beseitigt werden. Hierbei spielt die soziale Frage eine wichtige Rolle. Ein guter Sozialstaat und gute Bildung sind wesentliche Bestandteile erfolgreicher Prävention.