
Seit dem 19.11.2007 hat die Fraktion DIE.LINKE im Landtag von Brandenburg ein Leitbild. Sie begann die Arbeit daran vor zwei Jahren, mit einer frisch gewählten Mannschaft und unter einem anderen Namen. Die Idee eines Leitbildes war Ausdruck des festen Willens, im Land eine gestaltende Kraft zu sein.
Der politischen Kleinarbeit wird eine Vision zur Seite, besser vorangestellt werden. Das macht die tägliche Entscheidung nicht einfacher, aber sie gibt der Fraktionsarbeit einen tieferen Atem, und den Bürgerinnen und Bürgern dieses Landes mehr Klarheit, was wir für Brandenburg wollen. Es geht uns um ein solidarisches Brandenburg, das regional vielfältig, zukunftsorientiert und europäisch ist. Ein Brandenburg, in dem die gerechte Teilhabe aller in allen Teilen des Landes, ob in Perleberg oder Potsdam, in Glambeck oder Cottbus, gesichert ist und nicht unter dem Banner von Effizienz, Metropole und Benchmarking beständig ausgehöhlt wird.
Unser Leitbild ist keine PR-Aktion. Es ist ein linkes Angebot für solide Politik hier und heute. Sicher, es ist eine Vision, aber eine machbare. Gewiss ist nicht alles gleich umsetzbar, aber mit Manchem kann sofort begonnen werden. Vor allem setzt dieses Leitbild auf die Menschen in diesem Lande, die immer wieder unter Beweis gestellt haben, dass sie unter schwierigen Bedingungen Großes für „Unsre Heimat“ leisten.
Wir wollen, dass Sie sich einmischen! Ihre Ideen brauchen wir! Keine Schreibtisch-Politik: das ist unsere Devise. Wir setzen auf eine Dialog und eine breite Beteiligung der Bevölkerung, auch überall dort, wo wir in Verantwortung kommen.

Unter dieser Überschrift diskutierten Klaus Lederer, Landesvorsitzender DIE LINKE. Berlin und Thomas Nord mit Berliner Mitgliedern des Forums Demokratischer Sozialismus.
Eigentlich sollte es um rot-rot in Berlin und Brandenburg gehen und die Möglichkeiten, auch im alltäglichen Regierungsgeschäft Perspektiven zu entwickeln und Wege zu beschreiten, die über die Grenzen dieses Kapitalismus hinausgehen. Tatsächlich diskutierten wir aber über den vorliegenden Programmentwurf der Linken und die Notwendigkeiten, unsere Programmatik analytisch besser zu grundieren, uns einen realistischeren Blick auf die konkreten gesellschaftlichen Verhältnisse in all ihren Widersprüchlichkeiten zu erarbeiten und die durch Sinnhaftigkeit, abstrakter roter Haltelinien im Zusammenhang mit Regierungsbeteiligungen der Linken. Gemeinsam mit allen TeilnehmerInnen stellten wir fest: die Diskussion ist hoch spannend, weitaus vielschichtiger als es der Programmentwurf erahnen lässt und sie muss weiter gehen.